Seit 34 Jahren eine WELT IM ZELT

Hier geht es zu den Programmhöhepunkten aus 34 Jahren

Startschuss des ersten Musikfestivals im Zelt

Am 1. Juli 1983 war es soweit: Das Zelt-Musik-Festival öffnete erstmals seine Zeltplanen auf dem alten Messplatz und vis-à-vis dem Freiburger Theater, um die Besucher mit einer facettenreichen Mischung aus Klassik, Jazz, Roc, Pop, Kinderprogramm und Varieté auf höchstem Niveau zu begeistern. Ein Konzept, das der Festivalgründer Alexander Heisler aus seiner 10-jährigen Konzertreihe „Klassik und Jazz“ an der Universität Freiburg weiterentwickelt hatte. Der große Erfolg dieser Premiere in den Zelten mit rund 40 Veranstaltungen und 50.000 Besuchern zeigte, dass die außergewöhnliche Atmosphäre unter Planen für Publikum und Musiker sehr wohl eine reizvolle Variante eines Konzertraums darstellen kann.

Die 80er: eine eigene Zeltstadt im Grünen entsteht

Im dritten Jahr 1985 zog das Festival hinaus auf die grüne Wiese des Mundenhof-Tiergeheges, sieben Kilometer vor der Stadt. Dieser neue Standort forderte das Improvisationstalent und volle Engagement aller Mitarbeiter. Beim dritten Festival z.B. war das Gelände noch ein Stoppelfeld und so musste es mittels Europaletten-Wege und -Plattformen erst einmal erschlossen werden. Aus der Not entwickelte sich noch eine weitere Tugend. Vor Ort gab es nicht ausreichend Parkplätze und zudem wollte die Festivalleitung den Besuchern die Möglichkeit geben, ihr Auto zu Hause stehen zu lassen. Die Freiburger Verkehrs AG unterstützte diese Idee und somit entstand ein Kombiticket des ÖPNV: Eintrittskarte = Fahrkarte. Das ZMF war damit 1985 gewiss einer der Vorreiter im Thema Umweltschutz und Veranstaltungen. Bis zum nächsten Festival entstanden dann die ersten Infrastrukturen (Kanäle, Wasser- und Telefonleitungen) in Vereinsarbeit mit Hilfe von Sponsoring vieler ansässiger Firmen, die Jahr für Jahr bis heute weiter verbessert werden.

In den 90ern viel Neues: Layout, Mehrwegsystem, Platzgestaltung …

1990 starteten dann mit dem 8. Zeltwunder die jährlichen Titel-Mottos des ZMF einhergehend mit einem neuen Logo und Layout. Weiter wurden in diesem Jahr die Gratisveranstaltungen in ein Actionprogramm zusammengefasst, das Jahr für Jahr weiter ausgebaut wurde. Heute ist diese Bühne ein Zuschauermagnet, auf der sich regionale und weither gereiste Newcomer präsentieren, die den Besuchern immer wieder tolle musikalische Überraschungen bringen. Im nächsten Jahr führte das ZMF als weiteren Beitrag zur Schonung der Umwelt ein Mehrwegsystem mit Pfand ein. Die Idee eine Band als ZMF-Botschafter auf Festen und bei Partner auftreten zu lassen wurde in 1994 realisiert: die erste ZMF-Tourband war: The Plasticine. 1996 verwandelte sich das Festival-Gelände dank der Umgestaltungsarbeiten des Gartenamts der Stadt Freiburg in eine wunderschöne Hügellandschaft und erwies sich so trotz oder gerade wegen seiner relativ abgeschiedenen Lage als Glücksgriff. Dieser neue bis dahin in Deutschland einzigartige Charme einer Zeltstadt im Grünen inmitten eines Naherholungsgebiets mit Tiergehege lockt bis heute jährlich die Besucher nicht nur abends auf das ZMF, sondern bereits tagsüber zu Veranstaltungen wie Kinderprogramm, Klassik-Matinee, Spiel und Sport.
Ein weiterer wichtiger Schritt in Modernen Zeiten war 1997 der Start der eigenen Internetseite www.zmf.de.  Somit konnte erstmals weltweit das Programm des ZMF im Worldwide Web gefunden werden.

Das neue Jahrtausend: Modernisierung für die Zukunft

Beim 18. ZMF in 2000 konnte man dank des Freiburger MP3-Chip-Produzenten Micronas Konzerte des Festivals im Internet anhören und über „WorldSpace“-Satellitenrundfunk sogar live in Afrika empfangen. Im selben Jahr hatte das Zirkuszelt AIDA auf dem ZMF Premiere und damit konnte dem Zuschauer eine verbesserte Konzertqualität geboten werden. Im Jahr darauf wurde der Service noch gesteigert, weil es erstmals Einzelsitzplätze anstatt Bänke auf den Tribünen gab. 2002 erprobte man ein Zelt oben auf dem Festival-Hügel –  das Gipfelzelt. Es wurde von den Besuchern als Sonnen- und Regenschutz sehr gut angenommen. Seit 2004 zieht die Portugiesische Bar mit ihrer Terrasse oben neben dem Gipfelzelt viele Gäste an, die bei Sonnenuntergang den Ausblick über das Festival genießen.

Doch mit der Weltmeisterschaft im eigenen Land in 2006 kam fast das Aus für das Festival: Der Trägerverein mußte u.a. aufgrund zu geringer Kartenverkäufe im WM-Jahr Insolvenz anmelden.

Freiburg will ein ZMF – der Neustart als GmbH

Freiburg liebt sein Festival und dank des großen Interesses von Kulturschaffenden und Bürgern wurde schnell klar, dass das ZMF weiterleben muss. Es fanden sich neue kompetente Mitstreiter, die zusammen mit ZMF-Kennern, die ihre Erfahrung, ihr Know-how und ihr Engagement mit einbringen, und natürlich dem „Festival-Vater“ Alexander Heisler eine neue Struktur, die ZMF GmbH, gründeten. Die Gesellschafter sind:

  • KOKO & DTK Entertainment GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Marc Oßwald, eine der größten Veranstalter Baden-Württembergs
  • Vier Gesellschafter aus der ehemaligen ZMF-Struktur: Alexander Heisler, Andreas Schnitzler und Dieter Pfaff

Marc Oßwald ist alleiniger Geschäftsführer.

Die neue Zelt-Musik-Festival GmbH wird die Organisationsstrukturen überarbeiten und verbessern, wird jedoch auf jeden Fall an der guten ZMF-Tradition festhalten, d.h. die besondere musikalische Identität des ZMF und sein einmaliges Flair als Zeltstadt im Grünen erhalten.

Schauplatz des einzigartigen Spektakels bleibt die Hügellandschaft vor den Toren Freiburgs in Nachbarschaft zum Mundenhof-Tiergehege. Mit ca. 50 eintrittspflichtigen und mehr als 100 Gratis-Veranstaltungen in über zwei Wochen wird das ZMF auch 2007 ein Kulturmarathon mit einem abwechslungsreichen Programm, das die Grenzen zwischen den Generationen und Stilen überwindet: Künstler aus aller Welt, Stars und Newcomer, Klassik und Pop, Orient und Okzident, Tradition und Moderne – ein aufregendes Neben- und Miteinander.

Das Zelt-Musik-Festival ist eines der ältesten Zeltfestivals in Europa. Sein einmalige Ambiente aus Zeltstadt, Natur und Kultur und ein hochkarätiges und vielfältiges Programm haben das Festival zu einer Institution in der internationalen Festivallandschaft werden lassen. Das Fortbestehen des Festivals mit der neuen Gesellschaft wurde durch die Unterstützung und das Vertrauen eines umfangreichen und beständigen Sponsorenkreises, der Stadt Freiburg, des Landes Baden-Württemberg und eines treuen Publikums ermöglicht.

Dank dieser Unterstützung konnte das ZMF 2012 sein 30jähriges Jubiläum feiern.

PROGRAMMHIGHLIGHTS

1. ZMF 01. – 17. Juli 1983 Carlos Montoya, Chick Corea, Dennis Russel-Davies, John Abercrombie, Krystian Zimerman, Münchner Freiheit …

2. ZMF 30. Mai – 17 Juni 1984 Eisi Gulp, Jango Edwards, Misha Maisky, Schroeder Road Show, Stan Getz Quartet …

3. ZMF 31. Mai – 17. Juni 1985 Barbara Thompson Band, Charlie Mariano, Ifor James, Ismael Ivo, Jasper Van’t Hof, Mikis Theodorakis …

4. ZMF 23. Mai – 08. Juni 1986 Basel Sinfonietta mit David Shallon, Haindling, Matthias Deutschmann, Narciso Yepes, Vladimir Ashkenazy …

5. ZMF 12.– 28. Juni 1987 Al Di Meola, John McLaughlin, Justus Frantz & Amati Quartet, The Modern Jazz Quartet, Maxime le Forrestier, Paco de Lucia …

6. ZMF 01. – 19. Juni 1988 George Gruntz, Günter Grass, Ina Deter & Band, Jan Garbarek Group, Sissy Perlinger …

7. ZMF vom 08. – 25. Juni 1989 Cab Calloway & The Hi Di Ho Orchestra, Nina Simone, Royal Philharmonic Orchestra, Salif Keita, Ten Years After …

8. Zeltwunder vom 15. Juni – 01. Juli 1990 B.B. King, Bob Geldof und Band, Jon Lord, Mother’s Finest, New Model Army, Pete York …

9. Zeltreise vom 13. – 30. Juni 1991 Gardi Hutter, Herbie Hancock, Jimmy Cliff, Kool and the Gang, The United Jazz & Rock Ensemble, Wind In The Willows …

10. Zeltrekord 17. Juni – 05. Juli 1992 Chuck Berry, Jule Neigel Band, Konstantin Wecker, Nigel Kennedy Ensemble, SNAP, Super Drumming, Ursus & Nadeschkin …

11. Zeltall 9. – 27. Juni 1993 Dr. Alban, Gloria Gaynor & Band, Hans Dieter Hüsch, Incognito, Jocelyn B. Smith, Max Raabe, Purple Schulz …

12. Zeltspiele 23. Juni – 10. Juli 1994 Colosseum (Revival nach 23 Jahren), Fettes Brot, Igor Oistrach, Maceo Parker, Marla Glen, The Hooters, Us3 …

13. Zeltglück 21. Juni – 09. Juli 1995 Die Fantastischen Vier, Erste Allgemeine Verunsicherung, Jacques Loussier Trio, Joan Armatrading, Toto, Zap Mama …

14. Zeltzeit 19. Juni – 07. Juli 1996 Badesalz, Dieter Thomas Kuhn & Band, Héros del Silencio, Jackson Browne, Rosenstolz, The Pogues, Zucchero …

15. Zeltliebe 25. Juni – 13. Juli 1997 Bobby MC Ferrin, Helge Schneider, H-BlockX, Jazzkantine, Khaled, Piet Klocke …

16. Zeltoase 01. – 19. Juli 1998 Apocalyptica, Buddy Guy, Faithless, Giora Feidmann, Manfred Mann’s Earth Band, Sabrina Setlur, Xavier Naidoo …

17. Zeltvision 30. Juni – 18. Juli 1999 Angelo Branduardi, Dianne Reeves, Erkan & Stefan, Freundeskreis, Gianna Nannini, Noa, The Weather Girls, Tito & Tarantula …

18. Zelttour 28. Juni – 16. Juli 2000 Echt, Georges Moustaki, Götz Alsmann, Nathalie Cole, Nina Hagen, Kaya Yanar, Klaus Maria Brandauer, Status Quo …

19. Zeltsonne 27. Juni – 15. Juli 2001 Al Jarreau, Calexico, Dave Brubeck Quartet, Gilbert Bécaud, Martha Argerich, Miriam Makeba, Reamonn, Thomas D …

20. Zeltfunke 26. Juni – 14. Juli 2002 Air, Chaka Khan, Juliette Gréco, Lambchop, Suzanne Vega, The Manhattan Transfer, Ottfried Fischer, Yann Tiersen …

21. Zeltklang 25. Juni – 13. Juli 2003 Chris de Burgh, Cypress Hill, Die Fantastischen Vier, Joy Denalane, Nana Mouskouri, Orishas, Sportfreunde Stiller, Wir sind Helden …

22. ZELTTAKT 30. Juni – 118. Juli 2004 BAP, Ben Becker, Dick Brave, Dominique Horwitz, Heather Nova, James Brown, Laith Al-Deen, Patrice, Tele, Victor von Bülow …

23. ZELTRAUM 29. Juni – 17. Juli 2005 Adam Green, Aimee Mann, Alice Cooper, E.S.T., Farin Urlaub, Oleta Adams, Patricia Kaas, Randy Crawford, Seeed, Ute Lemper …

24. ZELTKICK 28. Juni – 16. Juli 2006 Cesaria Evora, Bo Diddley, Clueso,  Die Sterne, Dieter Hildebrandt, Gentleman, José Feliciano, Madness, Sasha …

25. ZMF 28. Juni – 15. Juli 2007 Leo Bassi, Georg Schramm, Beatsteaks, Faithless, Seal, Jan Dealy & Disko No.1, Joan Baez, Juli, Angélique Kidjo, 17 Hippies, …

26. ZMF 0 2. Juli 21. Juli 2008 Ben Harper & The Innocent Criminals, George Benson, Ich + Ich, Roger Cicero & Big Band, Joe Jackson Trio, Annett Louisan, Runrig…

27. ZMF 25. Juni 12. Juli 2009 Joss Stone, Deichkind, Jason Mraz, Helge Schneider, MIA, UB40, Element of Crime, Pretenders, Florian Schroeder, Take6 …

28. ZMF 8. 25. Juli 2010 LaBrassBanda, Sophie Hunger, Maximo Park, Gogol Bordello, James Morrison, Simple Minds, Stefan Gwildis, Camille O’Sullivan…

29. ZMF 29. Juni 17. Juli 2011 Silly, Bryan Ferry, Katzenjammer, The Baseballs, Razorlight, Blood Sweat & Tears, Samy Deluxe, Lyle Lovett, Iron and Wine, Ayo., The Human League…

30. ZMF 04. – 22. Juli 2012 Patti Smith & Band, Jupiter Jones, The BossHoss, Tim Bendzko, Hubert von Goisern, Calle13, Boy, Caro Emerald, Gerhard Polt, Nneka …

31. ZMF 26. Juni 14. Juli 2013 Sergio Mendes, Mnozil Brass, Pet Shop Boys, NAS, Parov Stelar Band …

32. ZMF 16. Juli 03. August 2014 Gregory Porter, Youssou N’Dour, Sportfreunde Stiller, Birdy, Marteria,  ZAZ, Trombone Shorty …

33. ZMF 01. 19. Juli 2015 Andreas Bourani, Tocotronic,  Mariza, Tom Odell, Juanes, Rea Garvey, Orquesta Buena Vista Social Club, AnnenMayKantereit …

34. ZMF 13. – 31. Juli 2016 Joris, Ludovico Einaudi, Katie Melua, Steven Wilson, Wanda, Gipsy Kings, Seven, Prinz Pi, Sarah Connor, Charles Bradley …

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