Namika | Joris
SO 4.8.19 19:00 Uhr, Zirkuszelt

Namika

Die Single „Je ne parle pas français“ aus ihrem aktuellen Album „Que Walou“ wurde zum #1 Hit, die dazugehörige Release-Tour war innerhalb kurzer Zeit restlos ausverkauft. Nach ihrer ausgedehnten Que Walou Tour 2019 erwarten Namika die Festivalbühnen der Republik.

Geboren und aufgewachsen in Frankfurt, war Hip-Hop für Namika von Anfang an die wesentliche musikalische Inspirationsquelle. Als sie ungefähr neun war, begann sie zu rappen: „Das war eher spielerisch. Mein Cousin und ich waren gleich alt und verbrachten viel Zeit bei unseren Großeltern. Dort haben wir abwechselnd gebeatboxt und gerappt.“

Viele Jahre später kann Namika rappen wie der Teufel und kennt alle Codes, bedient aber nur bedingt die in Deutschland üblichen Hip-Hop- Klischees von Straße und Milieu, von denen sich der interessantere Teil der amerikanischen Konkurrenz längst emanzipiert hat.

Auf ihrem 2015 erschienenen Debüt „Nador“ deutete die Musikerin ihr enormes Talent dann erstmals auf breiter Ebene an. Die erste Single „Lieblingsmensch“ stand wochenlang an der Spitze der Charts, das Album wurde mit Gold ausgezeichnet.

Namikas neues Album „Que Walou“ ist nun die logische Fortsetzung von „Nador“ – und zugleich dessen konsequente Weiterentwicklung. Namika ist durch die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre künstlerisch gereift. „Que Walou“ ist eine Redenwendung aus Zentralmarokko und bedeutet „wie nichts“ oder „für nichts“. Genau so klingt das Album nun auch: Leicht, bouncy, scheinbar mühelos. Die Single-Auskopplung „Je ne parle pas français“ wurde passend dazu zum #1-Sommer-Hit 2018.

 

Joris

Wir befinden uns im Jahr 3 nach "Hoffnungslos Hoffnungsvoll". 300 Konzerte und 3 Echos später. Joris ist inzwischen 28 und hat sich Zeit gelassen für sein zweites Album "Schrei es raus", das am 5. Oktober 2018 erschien. Es ist der gleiche Joris – diese ungewöhnliche, warme Stimme, die mit großer Ausdruckskraft Geschichten erzählt und Bilder erschafft. Der gleiche erdige, ehrliche Sound, der analog und natürlich diese kraftvolle Stimme dynamisch unterstützt und überall mitgeht: hoch, runter, laut, leise, gleichzeitig rau und sanft - wahnsinnig vielfältig und variabel.

Und doch ist das neue Album in allem MEHR: die Stimme differenzierter, die Texte tiefer, die Inbrunst größer und der Sound progressiver und komplexer. Euphorie trifft Besinnlichkeit, in jedem Text findet sich noch eine tiefere Schicht, die erschlossen werden kann. Mit großer Sensibilität widmet sich Joris den unterschiedlichsten Themen. Da kommt „DU“ zunächst als Liebeslied daher, aber bei genauerem Hinhören wird klar, dass „DU“ das Leben besingt und – typisch für Joris – alle Facetten zur Sprache bringt. Die Songs sind immer mehrdimensional und Joris betrachtet „das Leben“ von vielen Seiten. „In all den Augen“ beschreibt die Gleichzeitigkeit der Dinge: Glück und Unglück, Lieben und Leiden, alles findet sichtbar nebeneinander statt und ist Teil des Spektrums. Hier das Außen, dort das Innen: in „Glück auf“ findet Joris die perfekte Parabel für die schweren Momente: ein eingestürzter Stollen unter Tage, in der Dunkelheit und ohne Sicht und Ausweg. Und das Lied ist dennoch ein Mutmacher, so wie es der Bergmannsgruß verspricht: „Glück auf, ...es geht auf. es geht auf, es geht aufwärts“. Joris traut sich was, probiert sich aus, geht mehr aus sich heraus und mehr in sich hinein, ist noch persönlicher und noch durchlässiger. Ein irre sympathischer Typ, der einen an sich ranlässt, perfekt unperfekt, was die Begegnung mit ihm so einfach macht.

Joris ist in der ostwestfälischen Kleinstadt Vlotho aufgewachsen und lebt inzwischen in Mannheim. Nach dem Rummel um das mehrfach preisgekrönte erste Album zieht er sich zurück und verbringt Anfang 2017 einen Monat allein im winterlichen Italien. Ein persönlicher Reset: alles auf Anfang, um wieder neu starten zu können. Aber klar nehmen auch die neuen Lieder schon Form an, das Album ist im Entstehen.

Dann Spanien im Frühling: in der Finca mit BBQ auf der Terrasse zwischen blühenden Mandelbäumen wird gechillt und gefeiert, aber auch kreativ gearbeitet. Freunde kommen zu Besuch, eine Bühne wird gebaut und musiziert.

Immer dabei ist Joris’ kreativer Counterpart: Keyboarder und Produzent Constantin Krieg. Hier werden die Songskizzen ausprobiert, verändert, verworfen oder weiterentwickelt, die dann in neunmonatiger intensivster Studioarbeit in Berlin, Rothenburg a.d. Fulda und München für das neue Album produziert werden.

Joris hat die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt, wenn‘s klappt. Das macht es einfacher und schwerer. Wenn es stimmt, was man sagt: das zweite Album sei das schwerste, dann hat Joris hier alles richtig gemacht.

 

Am Konzertabend wird erst Joris und dann Namika auftreten.