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Programm:
Roy Hargrove Quintet
Datum:
20.07.2018
Ort:
Zelt-Musik-Festival Spiegelzelt
Beginn:
20:30

Roy Hargrove Quintet

Die Jazzlegende Roy Hargrove bespielt mit seinem Quintett zum ersten Mal das Spiegelzelt

Besetzung: Roy Hargrove (tp), Justin Robinson (alto-sax), Sullivan Fortner (p), Ameen Saleem (b), Quincy Phillips (dr)

In geradezu rasanter Weise hat Roy Hargrove die Stufen zum Olymp der Jazzmusiker erklommen. Noch bevor er seinen Highschool-Abschluß in der Tasche hatte, zählten Wynton Marsalis, Dizzy Gillespie, Sonny Rollins und Frank Morgan zu seinen Bewunderern. Er begeisterte diese durch seine technische Perfektion und seine Fähigkeit, mit dem Horn lyrische Geschichten zu erzählen. 1987 durfte er sich als 17jähriger bei einem Konzert in Fort Worth/Texas mit Wynton Marsalis auf der Bühne messen - der erste große Schritt in Richtung seiner internationalen Karriere. Nach einem kurzen Studienaufenthalt am Berklee College of Music (1988/89), spielte der aufstrebende Hargrove 1989 u.a. mit den Veteranen Al Foster und John Hicks sein Debütalbum ein, das den passenden Titel "Diamond In The Rough" trug - denn der damals gerade einmal 20jährige war in der Tat ein "ungeschliffener Diamant".

Während Roy Hargrove in der ersten Hälfte der 90er Jahre seine ersten fünf Alben unter eigenem Namen einspielte, machte er auch eine Reihe von Aufnahmen an der Seite von Meistern des Jazz wie Sonny Rollins, Jackie McLean, Frank Morgan, Slide Hampton, Johnny Griffin, Ricky Ford, Ralph Moore, Antonio Hart, Stephen Scott, Rodney Kendrick und Marc Cary. Auf Platten von Diana Ross, Steve Coleman & The Five Elements und Branford Marsalis streckte Hargrove seine Fühler in neue musikalische Richtungen aus.

Auf seinen eigenen Alben blieb er zunächst dem traditionelleren Jazz treu. 1993 wechselte Hargrove zu Verve Records und nahm für das legendäre Label die brillanten Alben "With The Tenors Of Our Time", "Family" und "Parker´s Mood" auf. Einem exzellenten Abstecher zum Cubop, der auf dem Album "Habana" (1997) dokumentiert ist, folgte 1999 das mit Streichern aufgenommene Balladen-Opus "Moment To Moment". Dann widmete sich Roy Hargrove vier Jahre musikali-schen Projekte anderer Künstler: Er spielte auf zwei Alben des Rappers Common, begleitete die NeoSoul-Diva Erykah Badu und den Sänger D´Angelo. Als Partner von Herbie Hancock und Michael Brecker nahm er 2002 außerdem das mit zwei Grammys ausgezeichnete Album "Directions In Music: Live At Massey Hall" auf.

Als sich Roy Hargrove 2003 endlich mit einem eigenen Projekt zurückmeldete, überraschte er die Jazzwelt: auf "Hard Groove" präsentierte er mit einem Ensemble namens RH Factor eine hochspannende Fusion aus NeoSoul, Hip-Hop und Jazz. 2004 ließ er mit RH Factor noch die EP "Strength" und 2006 das Album "Distractions" folgen. Parallel zum letzten Album von RH Factor veröffentlichte Roy Hargrove eine neue Platte mit seinem akustischen Quintett und Gaststar Slide Hampton und die seine Rückkehr zum lupenreinen Jazz markierte: "Nothing Serious". Nach einer Umbesetzung des Quintetts nahm der Trompeter das 2008 erschienene Album "Earfood" auf, auf dem er sich der Pflege des Hard-Bop-Erbes widmete.

 

Sitzplatz: 39,90 €


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